Wie funktioniert die LDL-Apherese?

Die LDL-Apherese wird bei schweren Fettstoffwechselstörungen wie homozygoter familiärer Hypercholesterinämie oder schwerer Hypercholesterinämie angewendet, denn bei diesem Blutwäscheverfahren wird der LDL-Cholesterinspiegel effektiv um durchschnittlich 60-75 % pro Therapiesitzung gesenkt.

Bei der LDL-Apherese mit dem H.E.L.P.-Verfahren (Heparin-induzierte extrakorporale LDL-Präzipitation) erfolgt zunächst eine Auftrennung des Blutes in Blutplasma und die zellulären Bestandteile. Im zweiten Schritt wird das Plasma bei der LDL-Apherese (griechisch = "wegnehmen") gereinigt und das LDL-Cholesterin entfernt. Anschließend wird das Plasma wieder mit den zellulären Bestandteilen vereinigt.

Die Behandlung wird in der Regel ein- bis zweiwöchentlich durchgeführt.
Eine Altersbegrenzung zur Durchführung der LDL-Apheresebehandlung besteht nicht.

LDL-Apherese
© B. Braun Avitum AG

Blutzugang

Besonders eignen sich vor allem die Venen am Unterarm und in der Ellenbeuge.
Die Wahl des Blutzugangs hängt jedoch immer von den Patientengegebenheiten und seinen Venenverhältnissen ab. Patienten mit schlechten Venenverhältnissen, bei denen eine dauerhafte Apheresebehandlung notwendig ist, sollten (analog zur Hämodialyse-Behandlung) einen sogenannten "Shunt" erhalten. Dabei wird in einer kleinen ambulanten Operation eine oberflächliche Armvene mit einer tiefer liegenden Arterie verbunden, um den Blutfluß in der Vene und damit auch die Größe der Vene zu erhöhen.

Während der LDL-Apherese wird das Blut des Patienten kontinuierlich aus der Armvene entnommen und in ein geschlossenes, steriles und nur einmal verwendbares Schlauchsystem geleitet. Hier wird es mit einer geringen Menge Antikoagulanzlösung vermischt, um eine Verklumpung / Gerinnung des Blutes im Apherese-Schlauchsystem zu vermeiden. Nach Entfernen des LDL-Cholesterins wird das gereinigte Blut über eine andere Armvene zurückgeleitet.

Kontakt

Dr. med. Nils Fellenberg
Dr. med. Karim Gras

Neue Straße 29
21073 Hamburg

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